Herbstgesang

 

Rauhe Nebel liegen in den Wäldern,
Durchstreifen auch die weite Flur.
Machen grau und undurchsichtig
Den Blick in die offen liegende Natur.

 

Der Regen zieht mit feinen Fäden
Sich vom Himmel zu uns herab.
Er tropft sich auf die Rosenblätter,
Wo sie glitzern wie feiner Perlenzauber.

 

Am Gartenzaun die Blumenkästen
Schmücken noch das sanfte Rot,
Die dem Herbst noch trotzen
Oder sie haben ihn nicht bemerkt.

 

Im Garten blüht es kräftig auf,
Blüten in allen Farben zeigen sich,
Versprühen sich in voller Schönheit
Bevor sie kehren heim ins Licht.

 

Der Herbst bringt alles nun zur Ruh`.
Die Lebenskräfte ziehen sich zurück.
Dankbarkeit für die fruchtbare Zeit
Breitet sich in tiefer Stille aus.

 

Dort regt sich alles schon aufs Neue,
Weil Lebenskraft Bewegung ist,
Malt schon den schönsten Sommer,
Den der nächste Frühling bringen wird.

 


 

                                                                        Ute Malina Rößner

 

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