Der Herbst

Der Herbst trägt einen sanften Rock,
Von leichter Hand
Ist er gewoben.
Gewaltig in seiner Pracht.

Der Frühling spann die Fäden,
Die wuchsen aus der Erde Kraft.
Die Sonne kam ihr entgegen,
Gemeinsam haben sie es geschafft.

Der Sommer legte aus den Teppich,
Der bunt, duftend und farbenfroh
Zum flotten Tanze lud,
Jeden und alles, was sich regt.

So trafen sich auch an der großen Linde,
Hans und Inge am Abend unterm Sternenzelt,
Die Glühwürmchen gesellten sich dazu und
Tanzten nach dem Rhythmus der Natur.

Das Eichhörnchen am liebsten
In die strahlend Sonne schaute,
Wenn es keine Nüsse knackte,
Malina streichelte sein Fell.

Würmchen und Käfer tummeln sich überall.
Die Vögel sangen heitere Lieder.
Manchmal erklang auch die Trauer,
Doch an Schönheit verlor es nie.

Nichts bleibt stehen,
Nichts so wie es gerade ist.
Früchte konnten so gedeihen
Zur vollendeten Pracht.

Der Herbst nun voller Würde,
Durch die Ernte streift,
Reicht jeden seine Früchte,
Macht sich für den Winter leicht.

Wenn er tritt ein
In diese Jahreszeit,
Ist nichts mehr,
Das ihn am Vergangenen hält.

Er weiß um des Lebens Schönheit,
Die nie vergeht.
Wo immer er ist,
Er in allem weiter lebt.

 

 

 

 

                                                                        Ute Malina Rößner

 

 

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